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Reinkarnation – eine Tatsache in der Natur
Esoterische Philosophie ~ Weisheit der Zeitalter
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Reinkarnation – eine Tatsache in der Natur

50 Prozent der Weltbevölkerung glauben an Reinkarnation auf die eine oder andere Weise. Woher kommt diese tiefe Überzeugung so vieler Menschen und ganzer Kulturkreise über Epochen hinweg?

In den asiatischen Religionen, zu denen der Buddhismus, Hinduismus und Taoismus zählen, ist die Wiedergeburt fester Bestandteil der religiösen Lehre. Für die Gläubigen dieser Religionen ist sonnenklar: In der Natur, von der wir ein integraler Teil sind, gibt es überall eine zyklische Wiederkehr.

Die Kräfte der Natur, die sich im Winter zurückziehen, brechen im Frühjahr neu hervor und bringen alles zum Wachsen und Blühen. Ebenso wiederholen sich die Gezeiten der Meere, die Drehung der Erdachse, der Lauf der Erde um die Sonne etc. Hierin sind wir eingebettet und aufgehoben.

Das Wissen darum ist tief in uns verwurzelt, denn wir sind ein untrennbarer Teil des kosmischen Ganzen.

Auch wir kehren zyklisch wieder. Doch was von uns genau? Um das herauszufinden, müssen wir uns selbst besser kennen lernen. Denn wir sind viel mehr als unser Körper. Fangen wir „ganz oben“ an: In unserem tiefsten Inneren sind wir eine geistige Essenz. Doch diese geistige Essenz kann sich noch kaum in uns zum Ausdruck bringen, wir sind uns ihrer kaum bewusst. Unser aktives Bewusstsein fokussiert sich in unserem menschlichen Ego, das sich periodisch in eine Seele kleidet und immer wieder einen neuen physischen Körper aufbaut. Warum? Mit jeder neuen Inkarnation haben wir die Chance, zu lernen und uns weiter zu entwickeln.

Unsere gewonnenen Erfahrungen assimiliert unser Ego nach dem Tod und kehrt mit ihnen in die nächste Verkörperung zurück. Die Essenzen all unserer Erfahrungen aus vergangenen Leben tragen wir unauslöschlich in uns – wir nennen sie unseren Charakter.

Reinkarnation ist ein ganz natürlicher Vorgang. Auch wenn diese Gedanken für Sie neu sind oder unglaublich klingen: Geben Sie sich die Chance, darüber nachzudenken, sie zu prüfen und mehr zu erfahren. Es könnte ein unglaublicher Schlüssel für Ihr Leben sein.

Denn: Welchen Sinn hätte unser Leben, hätten all unsere Bestrebungen, Hoffnungen und inneren Entwicklungen, wenn unser Dasein auf ein Leben begrenzt wäre? Und wie viel hoffnungsvoller ist die Aussicht darauf, dass wir eine Zukunft mitgestalten und selbst erleben können, in der unsere höchsten Erwartungen sich eines Tages erfüllen?

 

Häufig gestellte Fragen

Warum können wir uns an vergangene Leben nicht erinnern?

Können Sie sich daran erinnern, was Sie als Embryo im Mutterleib erlebt haben? Keiner kann das, doch niemand zweifelt an, dass er die ersten neun Monate seines Daseins dort verbracht hat. Wir können uns auch nicht erinnern, was wir vor genau einem Jahr zu Mittag gegessen haben. Es gibt also Erlebnisse und Erfahrungen, die unserem Bewusstsein nicht zugänglich sind. Dazu gehören die Erinnerungen an vergangene Leben. Wie sollten wir diese Flut an Informationen auch bewältigen? Dennoch – die Essenz aller Erfahrungen ist in uns aufgespeichert: In unserem Charakter vereinigt sich alles Gelernte aus unserer gesamten Vergangenheit. Und jeden Tag gehen individuelle karmische Samen aus diesem Leben und aus vergangenen Leben auf, die kurze Zeit oder viele Leben zurückliegen. Doch unser Blick sollte sich auf das Hier und Jetzt richten, denn hier und jetzt beeinflussen wir unsere Zukunft.

Wie viel Zeit liegt zwischen zwei Inkarnationen?

Das ist bei jedem Menschen verschieden. Als allgemeine Regel gilt: das Hundertfache unserer Lebenszeit. Doch genauso, wie jeder von uns sein individuelles Leben lebt, erlebt er auch seine individuellen nachtodlichen Zustände und Zeiträume, die eine exakte Reaktion auf sein vorheriges Leben sind. Daher dauert es für jeden von uns unterschiedlich lange, bis die Anziehung zu einer neuen Inkarnation wieder beginnt. Auch die Zyklen, in die wir eingebunden sind, spielen dabei eine Rolle.

Wie oft kehren wir auf die Erde zurück und warum?

Wir werden noch unzählige Male auf die Erde zurückkehren. Dann jedes Erdenleben dient dazu, uns zu vervollkommnen. Das wird noch unvorstellbare Äonen dauern – was wir sofort einsehen, wenn wir uns selbst oder die Menschen im Allgemeinen betrachten: Wir sind insgesamt noch weit von einem humanen, friedvollen und uns gegenseitig unterstützenden Zusammenleben entfernt, wissen noch zu wenig über die tieferen Verbindungen aller Lebewesen in der Natur und wohin uns unsere Evolution führen kann. Unglaubliche Schätze der Erkenntnis liegen noch vor uns. Doch jede neue Inkarnation gibt uns die Chance, dazuzulernen. Und auch wenn wir eines Tages vollentwickelte Menschen sein werden, ist die Evolution nicht zu Ende – wir haben auch in ferner Zukunft die Chance, uns immer weiter zu entwickeln, unsere Einheit mit allem zu erkennen und größere Verantwortung für Mensch und Natur zu übernehmen.

Wie geht die Wiederverkörperung vor sich?

Wenn unser Ego sich in den nachtodlichen Welten ausgeruht hat, wächst in ihm der Durst nach einer neuen Verkörperung. Es beginnt seine Reise rückwärts durch die höheren und dann immer materieller werdenden Welten. Dabei baut es sich erneut seine Hüllen und Gewänder, sprich seine Seele auf, um sich in diesen Welten ausdrücken zu können. Das Ego wird psycho-magnetisch wieder zu der Sphäre hingezogen, in der es vorher schon einmal gelebt hat – in unserem Fall also zu unserer Erde. Es kann nirgendwo anders hingehen; es kann nur dorthin gehen, wohin seine Anziehungskräfte es ziehen. Denn die Operationen und Tatsachen der Natur vollziehen sich im Einklang mit den genauesten Funktionen von Gesetz und Ordnung. Es besteht immer eine Verbindung oder ein Zusammenhang, der aus früheren Verbindungen herrührt.

Wie finden wir unsere Eltern bei der Wiedergeburt?

Wenn unser Ego aus seinen nachtodlichen Zuständen langsam zur Erde zurückgezogen wird, wird es automatisch – oder genauer: karmisch – zu der Familie hingezogen, die unseren persönlichen Impulsen, Neigungen und Attributen am meisten verwandt ist. So kommt es, dass unser Ego in einer ihm sympathischen Familie inkarniert. Das heißt, es tritt wieder einmal in einen menschlichen Schoß ein: Zusammen mit seiner neu aufgebauten Seele stellt unser Ego eine Verbindung mit dem menschlichen Keim her und von diesem Augenblick an beginnt ihm ein neuer physischer Körper im Mutterleib heranzuwachsen.

Treffen wir Freunde und Verwandte in kommenden Leben wieder?

In jeder Inkarnation finden sich Seelen in sympathisierendem Einvernehmen wieder, die einander wirklich verstanden haben. Menschen, die sich einmal geliebt haben, werden sich irgendwann wieder begegnen. Tatsächlich können sie gar nicht anders, denn Liebe, unpersönliche Liebe, ist das Bindemittel im Universum. Liebe zieht Liebe an. Allerdings kann auch Hass starke Anziehungskräfte entwickeln. Beide, Liebe und Hass, ermöglichen Vereinigung und Wiedervereinigung, erneutes Wiederfinden und erneutes Zusammenführen. So sind auch wir unseren Eltern nicht zum ersten Mal begegnet. In irgend einer Seelenverwandtschaft standen wir mit großer Wahrscheinlichkeit schon einmal mit ihnen, vielleicht sogar schon viele Male.

Können wir auch als Tiere wiedergeboren werden?

Nein, das ist unmöglich. Einmal Mensch – immer Mensch. Da wir nach jeder Inkarnation alles Gelernte durch unser Ego in unsere Seele aufnehmen, bringen wir auch all das wieder mit zurück. Als Mensch unterscheiden wir uns vom Tier durch unser Selbstbewusstsein. Ein Zurück ins Tierreich ist nicht möglich. So werden wir immer wieder in menschliche Körper inkarnieren.

Wie ist die wachsende Weltbevölkerung mit der Reinkarnation vereinbar?

Die Weltbevölkerung wächst seit langem und viele Menschen fragen sich, woher die Egos kommen, die anscheinend zusätzlich inkarnieren. Doch diese Frage löst sich sofort auf, wenn wir berücksichtigen, dass jeder Mensch ein Vielfaches seiner Lebenszeit in den nachtodlichen Zuständen verbringt. Es sind also zu keiner Zeit alle menschlichen Egos gleichzeitig in ihrer Verkörperung, sondern immer nur ein Teil von ihnen. Der weitaus größere Teil erlebt entweder gerade seine Ruheperiode zwischen zwei Verkörperungen oder wartet bereits darauf, neu inkarnieren zu können. Diese Phasen dauern bei jedem Menschen unterschiedlich lange, in der Regel ein Vielfaches, ja bis zu Hundertfaches seiner Lebenszeit.

Insofern schwankt die Anzahl der gleichzeitig verkörperten Egos in den verschiedenen Zeitaltern sehr. Gegenwärtig wächst die Zahl derer, die sich zu gleicher Zeit auf unserer Erde verkörpern, es gab jedoch Zeiten und es wird sie auch wieder geben, wo sie rückläufig ist. Die „Weltbevölkerung“ an sich – die Zahl der menschlichen Egos, die sich insgesamt verkörpern könnten – ist und war zu jeder Zeit sehr viel größer, was sich allein schon aus der Tatsache ergibt, dass die nachtodlichen Zustände erheblich länger dauern als die Verkörperungen.

Warum aber wächst die Zahl der nach Verkörperung drängenden Egos seit gut 200 Jahren so stark? Das liegt daran, dass wir uns in unserer menschlichen Gesamtevolution hier auf unserer Erde einem großen Zyklus des Umbruchs nähern und die Egos beginnen, ihre große Chance zu spüren, in dieser und der kommenden Zeit besonders viel lernen zu können. Denn in der Mitte eines jeden Zyklus werden entscheidende Impulse für die Zukunft gelegt.

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Titelfoto © Al Right – Fotolia.com

 

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