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Purucker: Der Mensch in der Unendlichkeit
Esoterische Philosophie ~ Weisheit der Zeitalter
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Wo liegt der Ursprung unseres Lebens?
Sind wir unsterblich? Und worin besteht der gewaltige Unterschied zwischen Mensch und Tier?

 

Prof. Dr. Gottfried von Purucker  [mehr zum Autor]

Der Mensch in der Unendlichkeit

338 S., Hardcover., 15 x 21,5 cm
ISBN 978-3-924849-34-4
19,80 EUR [D]

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Beschreibung

Gottfried von Purucker entlarvt die darwinistische Evolutionstheorie in Bezug auf den Menschen als eine der fatalsten Irrlehren unserer Zeit. Bloßen Hypothesen stellt er ein von Intelligenz und Bewusstsein geleitetes Universum entgegen. Dieses Buch enthält völlig neue Perspektiven als Gegengewicht zu dem heutigen überwiegend materialistischen Denken und Handeln.

Der Rückblick auf unsere eigene äonenlange Entwicklung ist faszinierend. Er lässt erahnen, welch eine glorreiche Zukunft vor uns liegt und wie wir unser Schicksal maßgeblich beeinflussen können.

Inhaltsverzeichnis

Evolvierende Seelen – I

Evolution und Revolution. Kein absolutes Ende in der Evolution. Seele und Seelen erklärt. Evolution und Emanation: eine Analyse. Unendliche Heerscharen von Seelen: zahlreiche Illustrationen. Was sind Gruppenseelen, und was bringt das Gruppieren hervor? Fortdauerndes Bewußtsein und flüchtige Ereignisse. Das Ewige und das Vergängliche in allen Wesen. Was ist Unsterblichkeit? Das Verlieren des Selbstes im SELBST. „Wie ein Mensch denkt, so ist er.“ Unterschied zwischen Mensch und Tier. Salomon und der „Prediger Salomon“. Der Mensch, ein Mikrokosmos im Makrokosmos, ist doch eins mit dem All.

Evolvierende Seelen – II

Die vier Pläne des universalen Seins. Natur und Evolution der Elementale erklärt. Der Mensch – sein eigener Architekt. Unsere Quelle und der Ursprung unserer Lebensatome. Dualer Aspekt der Lebensatome. Ein Gesetz, aber unzählige Verzweigungen von Einzelheiten und Wiederholungen. Die Ketzerei des Sonderseins. Die Rûpa-Pläne und die Sephîrôth der Kabbala. Jedes Wesen ein Urquell schöpferischer Aktivität. Welcher Teil einer ewig sich verändernden Wesenheit dauert fort? Ununterbrochenes monadisches Hervorbringen von Elementalen. Das Emporklimmen der Lebensleiter.

Der evolutionäre Pfad zu den Göttern

Monadenlehre und Atomlehre: die essentielle Werkstatt des manifestierten Universums. Druidische und andere alte Lehren. Selbst-Ausdruck ewig und universal. Evolution und Involution. Die Möglichkeit, Bewußtseinszustände während des Pralayas einer Planetenkette oder des Sonnensystems zu verstehen. Der Garten Eden und der Mensch als „gefallener Engel“ erklärt. Der Krieg im Himmel. Das theologische Element in der Evolution und das Unheil des Darwinismus. Das große evolutionäre Lebensdrama. Die Lebensströme und geologischen Zeitalter im Licht der Esoterischen Philosophie. Evolution: ein durch und durch spiritueller Prozeß.

Esoterische Lehren über die Evolution von Menschen und Tieren

H. P. Blavatsky, „Die Geheimlehre“ und esoterische Evolution. Lehren der modernen Naturwissenschaft und die Schwierigkeiten, die Weisheitslehren auszulegen. Die menschliche Entwicklung während vergangener Zeitalter. Woher kamen die Säugetiere und Reptilien? Der Mensch, seine physische Struktur während der ersten und zweiten Rasse und physische Arten der Fortpflanzung. Der menschliche Embryo und seine vorgeburtliche Entwicklung im Hinblick auf die physische Struktur des frühen Menschen. Androgyne und „ein“-geschlechtige Entwicklung. Evolution und Involution und das „Schließen der Tür“ ins Menschenreich. Was sind die anthropoiden Affen? Das Schicksal der Tiere. Emanation der Säugetiere vom menschlichen Stamm. Was ist ein Typus? Zeitperioden, geologische Zeitalter und Radioaktivität. Spezialisierung. Spirituelle, intellektuelle und psycho-mentale Evolution. Verfestigung und Größe der frühen Wurzelrassen-Typen. Der Mensch, eine ungeheure Schatzkammer. Embryologie, der Prüfstein. Geologische Überbleibsel.

Das Rad dreht sich – Die Vergangenheit

Zivilisation und Zivilisationen. Übergangszeiten illustriert durch die Zeit des Untergangs des Römischen Reiches. Weissagung. Wahrsager usw. damals und heute. Orakel und die Weisheit der Zeitalter. Das Schließen der Mysterienschulen und das Zeitalter spiritueller Unfruchtbarkeit im Abendland. Astronomische Lehren des frühen Mesopotamien. Claudius Ptolemäus und sein Vermächtnis an die dunklen Zeitalter. Die griechisch-römische Welt, die Retorte der Religionen und Philosophien vor zweitausend Jahren. Pioniere der Renaissance: ihre Auslegung der Wahrheit und die Aufnahme, die sie fanden. Die Bedeutung der Gründung der Theosophischen Gesellschaft. Unbeständigkeit der Naturwissenschaft und Beständigkeit der Alten Weisheit. Die wissenschaftliche Haltung vor fünfzig Jahren und heute.

Das Rad dreht sich – Die Gegenwart

Die intellektuellen Zustände im Jahre 1875. H. P. Blavatsky, ihr Lebenswerk, die Botschaft, die sie brachte, und ihre Lehrer. Verantwortung der Seher und Weisen und das Gesetz von Karman. Die Belebung von Wissenschaft, Philosophie und Religion. Die Atomistische Schule der Griechen und ihr Einfluß auf Newton und Huxley. „Arten der Bewegung“, „absolute Zeit“ und „absoluter Raum“. Einsteins Raum-Zeit-Kontinuum. Relativität und Mâyâ. Sieben Punkte, in denen die moderne Relativitätstheorie der Esoterischen Philosophie nahekommt. Weitblick gegen Dogmatismus in der Naturwissenschaft: einige Beispiele. Moderne Naturwissenschaft wird metaphysisch und mystisch. Das Versprechen der Zukunft.

Rezension

Zu diesem Buch finden Sie hier eine Rezension.

Leseprobe

Kapitel: „Evolvierende Seelen – I“, S. 36 ff.
[...]
Unser törichter, weil unentwickelter Verstand und unser hungerndes, weil unvollkommen befriedigtes Herz träumen von eigener „Unsterblichkeit“, als ob sie der größte Segen wäre, der den armseligen, irrenden, weil unvollkommenen Wesenheiten, wie die Menschen es in ihrem gegenwärtigen evolutionären Zustande ganz sicher sind, zuteil werden könnte. Welche Unwissenheit zeigen wir Menschen, wenn wir uns in unserem gegenwärtig unvollkommen entwickelten Zustand eine durch endlose Dauer bestehende Unsterblichkeit anmaßen! Warum sollten wir unvollkommen entwickelten Menschenkinder die einzigen Ausnahmen sein in einem unendlichen Universum, das an allen Enden und auf jede mögliche Weise lehrt, daß die menschlichen Wesen als Ganzes nur eine Gruppe, eine Familie, eine Rasse sind unter unzähligen Vielheiten, zahllosen Scharen anderer Wesen und Wesenheiten, die alle wachsen, sich alle entwickeln, ja, von denen einige sogar unvergleichlich höher in entwickelnder oder evolutionärer Entfaltung stehen als wir Menschen. Warum sollten wir die einzige Ausnahme sein? Gibt es irgend etwas in der universalen Natur, was uns erlaubt, uns – als menschliche Seelen, wohlgemerkt! – diese vermutete Unsterblichkeit anzumaßen, eine Unsterblichkeit, nach der die meisten Menschen, blind wie sie sind, streben?

Andererseits ist es natürlich durchaus richtig, daß dieses Sehnen nach selbst-bewußter Fortdauer der Existenz auf einen klaren, ewig flutenden Intuitionsstrom gegründet ist, der im Herzen des Geistes in uns entspringt, unseren Gehirnverstand erreicht und ihn mit seinem heiligen Feuer berührt. Aber Fortdauer des immerwährenden Lebens, wie die Esoterische Tradition sie lehrt, ist etwas ganz anderes als die quasi-statische „Unsterblichkeit“, wie dieses Wort im Abendland ausnahmslos mißverstanden wird. Wenn die Esoterische Philosophie etwas mit Nachdruck lehrt, das von nichts anderem ihrer erhabenen Botschaft übertroffen wird, so ist es dies: daß LEBEN nicht nur alldurchdringend, das heißt universal ist, sondern daß jedes Wesen, jede Wesenheit und jedes Ding im grenzenlosen Raum von diesem kosmischen Leben durchdrungen und gleichzeitig auch von der Essenz dieses kosmischen Lebens selbst ist. Doch wird der Leser dringend ersucht, den ungeheuren Unterschied zu beachten zwischen einer nicht endenden, aber sich ewig ändernden Fortdauer von Leben und Existenz und der ganz unmöglichen, weil gänzlich unnatürlichen Idee eines unveränderten oder für ewig mehr oder weniger statischen menschlichen Egos oder einer Seele, von der man annimmt, sie sei in ihren Unvollkommenheiten unsterblich. Die Sache ist die: Würde sich ein Ego nur um ein Jota verändern, so wäre es nicht mehr dasselbe Ego, sondern es wäre anders geworden. Tatsächlich ist es nämlich gerade das Ego, das selbst-bewußte Zentrum, das unaufhörliche, fortgesetzte und ununterbrochene Veränderungen durchmacht.

Die unaufhörliche Fortdauer des Bewußtseins, wie die Esoterische Tradition sie lehrt, bedeutet das Aufgehen des menschlichen Egos in seinem spirituellen Ego – es bleibt also nicht das menschliche Ego, das es war – und, verbunden mit diesem „Aufgehen“, ein unaufhörliches Besserwerden. Die abendländisch gemutmaßte Unsterblichkeit würde der Sehnsucht gleichen, die ein Tier möglicherweise haben könnte, ein Tiger zum Beispiel, ewig unsterblich zu sein in seiner Tigerhaftigkeit, jagend, raubend, tötend, seinen Appetit sättigend mit dem Blut und Fleisch seiner unglücklichen Beute. Sicher würden wir Menschen in den Augen der Gottheiten als unheilige Bewohner der spirituellen Sphären betrachtet werden, wenn es uns möglich wäre, diese mit allen unseren gegenwärtigen Unvollkommenheiten zu erreichen, unseren groben, wenn nicht gar tierischen Lüsten, Trieben und Neigungen, unseren unglaublich törichten Ansichten und Vorurteilen. Fortgesetzte Unsterblichkeit für Wesen dieser Art! Wäre das nicht sogar für sie selbst eine immerwährende Hölle?

Der normale Abendländer, der durchschnittliche Okzidentale weiß gar nicht, was wahre Unsterblichkeit eigentlich ist oder was wir als nie endende Fortdauer im unaufhörlichen Wechsel des Fortschritts im kosmischen Leben gerade beschrieben haben. Es bedeutet eine ununterbrochene Fortdauer des Selbstbewußtseins des Gegenwärtigen, das zwar gegenwärtig ist, aber durch grenzenlose Zeit hindurch seine Betätigungs- und Ausdehnungsbereiche unaufhörlich erweitert. Was die Menschen ihr „Selbst-Bewußtsein“ nennen, ist nur ein schwächster Schimmer des Lebens und Denkens des Geistes, das heißt der Monade, die in ihm und über ihm ist. Während also diese Veränderungen an Weite und Ausdehnung weitergehen, schreiten wir fort vom geringeren Licht zum größeren, vom größeren zu einem noch glänzenderen, so daß das flackernde und unvollkommene Fünkchen, das jetzt existiert, sich mit der Zeit ausweitet zum strahlenden Glanze des Mittags – nur um in den dahinterliegenden noch größeren Glanz einzugehen.

Der Unterschied besteht also darin, daß der Abendländer, wenn auch für ihn selbst ganz unbewußt, Unsterblichkeit oder Fortdauer seiner Unvollkommenheiten wünscht, wohingegen die Esoterische Philosophie klar und deutlich zeigt, daß es gerade diese Unvollkommenheiten, diese flackernden Lichter des unvollkommenen Gemüts sind, die verlassen werden müssen, wenn man so sagen will, oder, um es wahrheitsgetreuer auszudrücken, die ins Spirituellere umgewandelt werden müssen. Der Gedanke wird wunderbar veranschaulicht, wenn die unterschiedliche Auffassung betrachtet wird, wie sie zwischen Mensch und Mensch besteht: jeder hat einen schwachen Strahl von Selbst-Bewußtsein, doch jeder zöge seinen eigenen schwachen Strahl dem Strahl seines Bruders vor, sofern ein Austausch möglich wäre. Jeder sehnt sich nach Unsterblichkeit in seinem eigenen begrenzten Verständnis der Situation und fürchtet, sich zu verlieren, wobei er vergißt, daß er nur dann, wenn er seine eigenen Unvollkommenheiten verliert, deren Aggregat er „sein Selbst“ nennt, in etwas Größeres eingehen kann. Dies ist die Lektion, die uns in menschlichen Belangen durch die Liebe so klar gelehrt wird. Der Liebende strebt danach, sich an das Geliebte zu verlieren, weil er intuitiv fühlt und sich darüber klar ist, daß er sich dadurch ausweitet, seine Sympathien verbreitert und mit-fühlend wird mit dem, was er liebt, und schließlich auch mit anderen, bis er im fortschreitenden Verlauf des Prozesses eines Tages erkennt, daß er sich selbst verloren hat, indem er das All geworden ist.
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